Unsere Fahrten 2025
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Einladung zur Fahrt
Heimat- und Kulturförderverein
Kakerbeck e. V.
Internet: http://heimatverein-kakerbeck.de
Kakerbeck, den 03.10.2025
Liebe Mitgliederinnen und Mitglieder,
Informieren möchte ich die angemeldeten Mitglieder über die Fahrt am Sonnabend, den 18.10.2025, nach Böckwitz.
Die Anfahrt erfolgt privat. Vielleicht können auch Fahrgemeinschaften gebildet werden, um Mitgliedern, die selbst nicht fahren, die Teilnahme zu ermöglichen.
Wir treffen uns um 13.30 Uhr in Böckwitz,
Die Führung dauert 2 Stunden und kostet 100 €. Bei 20 Teilnehmern wären das 5 € pro Person.
Der Grenzturm mit den Grenzanlagen, die Teil der Führung sind, können mit dem Auto erreicht werden.
Anschließend treffen wir uns zum Kaffee mit Kuchen gegenüber vom Grenzmuseums und können den Nachmittag dort ausklingen lassen. Dafür sind 9 € pro Person zu entrichten. Der Kuchen des dortigen Bäckers soll sehr gut sein.
Herzliche Grüße
Die Fahrt nach Böckwitz
IHeimat- und Kulturförderverein
Kakerbeck e. V.
Besuch des Grenzmuseums in Böckwitz
Der Vorschlag, das Grenzmuseum in Böckwitz zu besuchen, kam von einem Mitglied des Vereins.
Am 18. Oktober 2025 fuhren 20 Teilnehmer an einem sonnigen, aber kalten Herbsttag mit privaten PKWs nach Böckwitz.
Dort begrüßten uns Renate und Rolf Bartels auf dem Gelände des Museums. Frau Bartels hat selbst in Böckwitz gelebt. Sie kann also als Zeitzeugin über eigene Erlebnisse berichten. Sehr anschaulich und interessant erzählte sie aus ihrer Kindheit und Jugendzeit. Die Grenzbefestigungen wurden mit den Jahren ständig verstärkt. Angefangen mit doppeltem Stacheldraht über einen fast blickdichten Bretterzaun bis zu einer Mauer, die die Sicht auf das Dorf Zicherie vollständig versperrte.
Nur mit einem Passierschein durfte das Dorf betreten werden. Selbst ihre Freundin aus dem Nachbarort konnte nicht spontan zu ihr kommen. Eltern konnten nicht ohne Passierschein besucht werden und Verwandte nicht an Familienfeiern teilnehmen.
Wachen kontrollierten alle Personen, ob sie mit dem Fahrrad oder dem Auto unterwegs waren.
Selbst wenn keine Wache am Schlagbaum stand, musste angehalten werden.
Unliebsame Bauernfamilien wurden aufgefordert, das Dorf zu verlassen. Nur was innerhalb von drei Stunden auf einen LKW geladen werden konnte, durften die Familien mitnehmen. Mit dem Zug ging es dann zu einem unbekannten Ziel. Große Angst herrschte. In Bitterfeld angekommen, waren sie auf das Wohlwollen der Menschen angewiesen, bei denen sie untergebracht wurden.
Einige Familien verließen die DDR und zogen in die Bundesrepublik. Nach dem Fall der Mauer fanden sie von ihren Bauernhöfen oft nur noch Ruinen vor oder sie waren ganz abgerissen, um Platz für die Grenzbefestigungen zu schaffen.
Die Grenze war mit Minen gesichert. Alle 50 Meter war ein Hund an einer Laufschiene angeleint, um eventuelle Grenzverletzer abzuschrecken. Ein Plattenweg, breite geharkte Sandstreifen und 500 Meter bis zur eigentlichen Grenze wurden aus den Grenztürmen überwacht. Kein Baum und kein Strauch durfte in diesem Bereich wachsen.
Heute ist die Grenze ein grünes Band, in dem viele seltene Pflanzen und Tiere leben.
Das Grenzmuseum zeigt Fotos, Dokumente, Gegenstände und Kleidungsstücke aus der Zeit der DDR und Modelle von den Grenzanlagen. Die Ausstellung ist sehr interessant und informativ.
Die Berichte von Renate Bartels berührten die Zuhörer und waren auch noch beim anschließenden Kaffee und Kuchen Gesprächsthema.
Böckwitz, den 18.10.2025