Denkmäler
Gedenksäule für die Kriege 1866 und 1870/71 mit Adler, an zwei Seiten Profile eines von Wilhelm I. und Kaiser Friedrich III , Namen auf der Rückseite;
1. Weltkrieg: Stele auf vierstufigem Podest mit Kreuz, Inschrift vorne mit Lorbeer und Kreuz;
2. Weltkrieg Denkmal aus Feldsteinen mit Gedenktafel.
Die Anordnung der Denkmäler ist wahrscheinlich einmalig in der Altmark. Drei Denkmäler zur Erinnerung an vier Kriege stehen mitten im Ort neben der Friedenseiche.
Diese drei Denkmäler unterscheiden sich im Aufbau und Gestaltung sehr.
Dank Herrn Otto Beckmann sind viele geschichtliche Daten und Fakten von diesen Denkmälern erhalten geblieben.
Denkmal für die Kriege 1866 und 1870/71
Das älteste der drei Denkmäler erinnert an Preußisch- Österreichischen Krieg (Deutscher Krieg) von 1866 und an den Deutsch- Französischen Krieg von 1870. Der Grundstein für dieses Denkmal wurde am 05.09.1897 vom hiesigen Krieger- und Landwehrverein gelegt. Das Denkmal war am 15.07.1900 fertig und wurde eingeweiht.
In der DDR- Zeit wurden viele Denkmale abgebaut, da nichts mehr an die Geschichte des 19. Jhd. und an die preußische Geschichte erinnern sollte. 1953/54 sollte der gekrönte Adler (Pleitegeier) vom Denkmal entfernt werden. Die FFW Kakerbeck sollte den Adler entfernen und zerstören. Geschlossen weigerten sich die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr dieses zu tun. Da man anscheinend nicht das größte Interesse an der Zerstörung hatte, geriet die ganze Sache glücklicherweise in Vergessenheit.
Im Jahre 2008 wurde dieses Denkmal aufwendig restauriert. Hierzu musste eine Summe von 20000€ aufgebracht werden. In allter Schönheit erstrahlte das Denkmal wieder und wurde Zum Totensonntag (16.11.2008) mit einer Feier eingeweiht.
Weitere Bilder von dem Denkmal vor und nach der Restauration!
Denkmal für den 1. Weltkrieg
Denkmal für die Gefallenen des ersten Weltkrieges
12 Jahre nach dem 1. Weltkrieg hat sich der Kakerbecker Landwehr- und Kriegerverein entschlossen, die gefallenen Soldaten mit einem würdigen Ehrenmal zu ehren. Den Standort des Denkmals hat man neben dem Denkmal für die Opfer der Kriege 1866 und 1870 /71 gewählt. Dazwischen die Friedenseiche. Den Auftrag erhielt im Jahre 1930 die Firma Mettel aus Salzwedel. Das erste Denkmal war als Zeichen der siegreichen Kriege im 19. Jahrhundert geprägt. Bei der Gestaltung des neuen Denkmals haben der verlorene Krieg und in der Folge die Schmach des Versaillers Friedensvertrages sicherlich einen Einfluss gehabt. Es wurde ein schlichtes, aus blau -grauem Kunststein gehauenes Ehrenmal. An den Seiten sind die Namen von 33 im Weltkrieg gefallenen Söhne der Gemeinde zum ewigen Gedenken eingemeißelt.
Die Denkmalweihe fand in Kakerbeck war am Totensonntag den 23.11.1930 statt. Zur Denkmalsweihe trafen sich alle Vereine Kakerbecks vor dem verhüllten Denkmal. Es waren der Krieger- und Landwehrverein, der Stahlhelmbund, der Königin Luise Bund, der Gesangverein, der Handwerkerverein sowie Vertreter des Gemeinderates und Einwohner des Dorfes.
Denkmal für den 2. Weltkrieg
Denkmal für die Gefallenen des zweiten Weltkrieges
Die Errichtung eines Denkmals für die Opfer des 2. Weltkrieges war für viele Jahre kein Thema. In der DDR - Zeit bis 1990 war es nicht erwünscht für die deutschen Opfer des 2. Weltkrieges ein Denkmal zu bauen. Nach der politischen Wende 1990 war es nun möglich geworden. In
Kakerbeck waren mit Abwasserleitungs- und Straßenbau vordringlich Probleme zu lösen. Nach diesen Maßnahmen fand der Denkmalsbau im Gemeinderat kein Gehör. Gleichgestellte Vereine wie der Krieger- und Landwehrverein gab es nicht. Viele Kakerbecker Einwohner hatten den Wunsch, 50 Jahre nach dem 2. Weltkrieg die gefallenen Soldaten unseres Ortes mit einem Gedenkstein zu ehren. Das mahnende Gedenken an alle Opfer dieses Krieges soll mit einem Gedenkstein auch für die Zukunft erhalten bleiben. Die Männer mussten auf Befehl eines Demagogen, der sich Führer nannte und seinen Helfern, in einen sinnlosen Eroberungskrieg ziehen . Über 50 junge Männer unseres Dorfes starben in den
Krieg und ruhen nun in fremder Erde.
Der Arbeitskreis „Gedenkstein Kakerbeck" wurde gegründet.
Die Finanzierung von etwa 10. 600, - DM Gesamtkosten war für den Arbeitskreis eine besondere Herausforderung. Bürgermeisterin Christa Neugebauer versprach volle Unterstützung. In einem Aufrufwurden die Bürger und Einrichtungen unserer Gemeinde gebeten, für die Gedenkstätte zu spenden. 123 Einzelspenden ergaben 6. 221, - DM. Die Jagdgenossenschaft spendete 2. 000 DM. Der fehlende Betrag von etwa 2300 , - DM ist aus dem Haushalt der Gemeinde beglichen worden . Maurermeister Torsten Kaufmann übernahm die Arbeiten am Feldsteinblock. Sehr fachkundig hat er nach den Vorstellungen des Arbeitskreises und eigenen Ideen gearbeitet. Herr Kaufmann hat den Gedenkstein in hoher Qualität und zur vollen Zufriedenheit des Arbeitskreises sowie anderer Betrachter fertig gestellt. Herr Borchert, Sprecher des Arbeitskreises, war auch der organisatorische Mittelpunkt. Weiterhin kümmerte er sich um die Fertigstellung der Gedenktafel. Den Auftrag dafür erhielt der Steinmetzmeisterbetrieb Seidler Gardelegen. Er hatte das günstigste Angebot. Herr Borchert hat auch Kontakt mit der Denkmalbehörde auf genommen . Diese hat sich sehr viel Zeit gelassen, ehe sie aktiv wurde. Das Denkmal war so gut wie fertig. So wurden von dieser Behörde keine Forderungen mehr gestellt.
Eine kleine Feierstunde zur Einweihung des neuen Denkmals bildete den Abschluss aller Bauarbeiten. Geplant war sie für den Volkstrauertag am 17 . 11 . 1996 . Doch die Gedenktafel war nicht fertig geworden. So fand die Feierstunde am Sonnabend den 23.11.1996 statt. Die
Gedenktafel war verhüllt, als zur Eröffnung die Jemmeritzer Jagdhornbläser einige Stücke spielten. Etwa 100 Einwohner und einige Gäste von Außerhalb waren gekommen. Herr Borchert sprach in seiner Rede über die Entstehung der Gedenkstätte und die Arbeit des
kleinen Arbeitskreises. Herrn Kaufmann dankte er für die gute Arbeit. Ferner sagte er, dass die Gedenkstätte ein Ort des Gedenkens, der Trauer, aber auch der Mahnung für alle zukünftigen Generationen ist. Danach ist die Gedenktafel von Rudolf Dreske und Käte Michaelis enthüllt worden. Herr Dreske hat im Krieg 4 Brüder verloren, Frau Michaelis ihren Bruder und 3 Brüder ihres verstorbenen Mannes .
